Dürreperiode Venezuela schaltet alle zwei Tage den Strom ab
Venezuela exportiert den Energieträger Erdöl, hat aber selbst ein Energieproblem. Deswegen wird jetzt rationiert – jeden zweiten Tag.
Die Regierung in Venezuela wird jeden zweiten Tag den Strom abschalten, um einen völligen Zusammenbruch der Versorgung zu verhindern. Die Rationierung sei notwendig, weil der Pegel für den Stausee Guri wegen anhaltender Dürre auf bedrohliche Werte gesunken sei, erklärte Staatschef Hugo Chávez am Dienstag in Caracas. Die drei Wasserkraftwerke an dem Stausee stehen für 73 Prozent der Stromerzeugung in Venezuela.
Die tägliche Abschaltung werde in einigen Regionen vier, in anderen drei Stunden dauern, sagte Versorgungsminister Angel Rodriguez. Betroffen seien auch Schulen und kleinere Gesundheitszentren. Ausgenommen sind dagegen unter anderem die Ölindustrie, der Zugverkehr und Krankenhäuser. In der Hauptstadt Caracas beginnt die Rationierung am Mittwoch. Neben Caracas ist auch die Ölmetropole Maracaibo betroffen, die zweitgrößte Stadt des Landes. Dort gingen am Dienstagabend die Lichter aus. Wegen der Stromknappheit hat die Regierung auch die staatlichen Stahl- und Aluminiumwerke teilweise geschlossen. Im öffentlichen Dienst wurde die tägliche Arbeitszeit gekürzt.
Der Ölexporteur Venezuela gewinnt seinen Strom vor allem aus Wasserkraft. Das Land leidet derzeit jedoch unter einer Dürreperiode, das Wasser in den Flüssen ist deutlich zurückgegangen. Betroffen ist auch der Orinoco-Fluss, an dem der größte Kraftwerkskomplex des Landes steht, der 70 Prozent des Energiebedarfs liefert.
nb/apn/Reuters/dpa












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