Kritischem Privatsender Golobovision droht Entzug der terrestrischen Frequenz
Der alte Streit geht weiter, erst RCTV und jetzt geht es Globovision an den Kragen, wenn nicht jetzt, dann spätestes 2014 wenn die Lizenz abläuft. Das wäre so als wenn man vor einigen Jahren in Deutshland als wir alle noch über Antennen TV empfangen haben, RTL und Sat 1 abgestellt hätte. Man kann in Venezuela RCTV noch sehen über Kabel, aber das kostet und bei weiten nicht alle Venezolaner können sich das leisten. Wenn Globovision die Lizenz verliert gibt es kein landesweites oppositions Fernsehen mehr.
Allerdings kann ich Chavez Hass auf diese Sender auch verstehen, denn besonders bei dem gescheiterten illegalen und rechtsgerichteten Putschversuch gegen Chavez 2002 waren RCTV und Globovision auf jeden Fall mit beteiligt und haben zu gunsten der Putschisten berichtet. Also selber gegen die Pressefreiheit und Pressepflicht verstossen.
Ich habe Intercable zuhause mit Internet und TV für umgerechnet 15 Euro im Monat und ich kann alles sehen sogar CNN in Venezuela
, dem Totfeind von Chavez.
Das Problem im allgemeinen in Venezuela ist die Splittung in pro oder contra Chavez, so kann man in keiner Sendung oder Zeitung die reine Wahrheit lesen, es kommt immer drauf an aus welchem Lager der Publizist kommt. So muss man aus 2 Berichten übers gleiche Thema versuchen die richtige Nachricht zuentschlüsseln.
Hier die Orginal Nachricht:
Caracas – Der TV-Sender Globovision ist Venezuelas Staatschef Hugo Chávez schon oft mit unverhohlener Kritik auf die Zehen getreten.
Diesmal geriet der regierungskritische Privat-Fernsehsender mit einer Meldung über ein Erdbeben ins Fadenkreuz des zunehmend zentralisierten Regierungsapparates.
Chávez attackiert den Nachrichtenkanal seit langem als Sprachrohr von Oligarchen und willfähriges Instrument von Separatisten. Oppositionellen gilt er dagegen als eine der letzten Bastionen der Meinungsfreiheit. Die Chavisten würden die Bastion gerne schleifen. Nach der jüngsten Episode droht dem Sender erneut der Entzug der terrestrischen Sendefrequenz.
Globovision-Direktor Alberto Federico Ravell ging am 4. Mai um kurz nach 5 Uhr morgens persönlich auf Sendung, um über das Erdbeben in Caracas zu berichten. Die Erdstöße der Stärke 5,5 auf der Richterskala hinterließen in Venezuelas Hauptstadt Sachschaden. Normalerweise gereichen schnelle und exklusive Meldungen einem Nachrichtensender zur Ehre.
Dieser Meldung aber folgte viel Ärger. Das Problem: Ravell ging vor der offiziellen Bestätigung der Behörden in Venezuela “on air” und sparte nicht mit Kritik an den Regierungsstellen, die er vergeblich versucht habe, zu erreichen. Basis seiner Meldung waren letztlich Daten des Geologischen Institutes in den USA.
Die Regierung warf Globovision Unruhestiftung und Stimmungsmache vor. Ohne Ravell beim Namen zu nennen, fuhr Chávez in seiner von staatlichen Medien ausgestrahlten Sonntagssendung “Aló Presidente” schweres Geschütz auf: “Dieser Verrückte (Ravell) mit einer Kanone wird aufhören oder ich heiße nicht mehr Hugo Rafael Chávez Frías.”
Der Außenminister und ranghohe Funktionär von Chávez’ Sozialistischer Einheitspartei PSUV, Nicolás Maduro, donnerte wortgewaltig hinterher. Der Sender betreibe “Medien-Terrorismus” gegen Staat und Frieden. Globovision sei konspirativ und stehe im Dienst der extremen Rechten. Dem werde der Staat nicht mit “gekreuzten Armen” zusehen.
Die staatliche Telekom-Behörde Conatel prüft nun einmal mehr, ob ein Verstoß gegen das Mediengesetz vorliegt. Insgesamt laufen Dutzende Verfahren gegen den Sender. Eine mögliche Sanktion könnte ein dreitägiger Sendestopp auf terrestrischer Frequenz sein. Der Kanal hat derzeit nach Medienangaben einen Zuschaueranteil von elf Prozent. Oppositionelle fürchten einen endgültigen Lizenzentzug. Modell könnte dabei der Fall des Privatsender RCTV sein, dem 2007 die Konzession nicht verlängert wurde und der heute nur über Kabel und Satellit zu empfangen ist. Die Lizenz von Globovision läuft 2014 aus.
Die Heftigkeit der Attacken gegen den Kanal ist aber nur durch die Vorgeschichte zu erklären. Der Sender strahlt in Anspielung auf die Chávez’ Sonntagssendung “Aló Presidente” von Montag bis Freitag die Talkshow “Aló Ciudadano” (“Hallo Bürger”) aus. Am 13. Oktober 2008 hatte der oppositionelle Journalist Rafael Poleo in der Sendung gewarnt: “Pass auf Hugo, dass du nicht endest, wie dein Amtskollege Benito Mussolini, aufgehängt und mit dem Kopf nach unten, weil du wie Mussolini wirkst. … Chávez ist ein umnachteter Faschist.” Zwar wurde er vom Moderator in der Live-Sendung dafür getadelt. Aber gesagt war gesagt und die Regierung sprach von einem “Plan, den Präsidenten zu ermorden”.
Unmut gerierte auch die Berichterstattung über die Regionalwahl vom November 2008, die Chávez zwar rechnerisch gewann, bei der die wichtigen Bundesstaaten aber von der Opposition erobert oder verteidigt wurden. Ein Oppositionskandidat hatte in Globovision seinen Sieg erklärt, obwohl die Ergebnisse noch nicht vorlagen. Die Behörden sahen darin einen Verstoß gegen die Wahlgesetze.
Es gibt viele solcher Beispiele, die Grund genug sind, der Regierung ein Dorn im Auge zu sein. Dennoch nahm Sender-Direktor Ravell diese Woche wieder kein Blatt vor den Mund: “Wir erleben eine Diktatur, die als Demokratie verkleidet ist. Die Schließung unseres Kommunikationsmediums würde diese Verkleidung endgültig enttarnen.” (dpa)












Globoterror war aktiv an der Errichtung einer Militärdiktatur beteiligt
Obwohl dieser kriminelle Sender nicht einmal dafür belangt wurde hetzt er weiterhin die Menschen in Venezuela gegeneinander.
Wer Globoterror befürwortet muß bei uns dann auch den Völkischen Beobachter wieder zulassen: Der hatte die gleiche Aufgabe Haß zu schüren.
Ich zweifle keine Sekunde daran, dass man jede Presse auf der Welt, mit der Begründung nicht richtig berichtet zu haben, dichtmachen könnte. Auch die staatlichen Propaganda-Sender.Gerade Ihr geliebtes rotes “Amerika21″ steht da ja auch nicht immer ganz rein da.
Aber streng genommen stimmt es doch:
Globovision: “Vizeminister des Kommunikations- und Informationsministeriums spricht von der ‘Todesstrafe’ für Medienbesitzer”
Und das hat er doch unbestritten, oder?
Ich weiss aber schon, dass es Ihnen gefallen würde, wenn es nur noch staatlich kontrollierte Medien in Venezuela geben würde. Und um das geht es doch schlussendlich bei der Sache auch nur.